DIGITALE LINKE
– Politik in der digitalen Welt! –

Archiv für die Kategorie ‘Blogs’

Hinter den Kulissen des Deutschen Computerspielpreises

Heute wird in Berlin zum zweiten Mal der mit 500.000 Euro dotierte Deutsche Computerspielpreis verliehen. Dieser wurde im Februar 2008 im Bundestag (BT-Drs. 16/7116) von CDU/CSU und SPD aus der Taufe gehoben. Ziel ist die Förderung des Wirtschaftsstandorts Deutschland in dem Bereich Games und – natürlich – die Förderung kulturell und pädagogisch wertvoller Spiele. Ein Problem war schon seinerzeit, dass eine große Zahl digitaler Spiele Gewalt beinhaltet. Daher bediente man sich eines nicht ungeschickten Schachzuges: Um die insbesondere bayerischen „Killerspiele“-Kritiker zu beruhigen, wurde die erste Preisverleihung nach München vergeben. Das wurde dort allerdings nicht sonderlich honoriert und Ministerpräsident Horst Seehofer blieb der Preisverleihung fern.

Der Preis wird je zur Hälfte vom Bundestag und von der Industrie finanziert. > Weiterlesen

Der schrille Sound des Feuilletons

An der Debatte um das Buch “Axolotl Roadkill” von Helene Hegemann ist sehr vieles interessant - bis auf das Buch selbst und die Autorin. Es würde kaum verwundern, wenn der Roman nur veröffentlicht wurde, um den Literaturbetrieb im Land der Dichter und Denker als überdrehten Christkindlmarkt der geldgetriebenen Hysterien zu entlarven. > Weiterlesen

Springerchef gegen “Webkommunisten”

Mathias Döpfner, Chef des Medienkonzerns Springer, beschimpft seine LeserInnen. Vorstellungen von kostenlosen Inhalten seien “abstruse Phantasien spätideologisch verirrter Web-Kommunisten”. Nun ja. Strukturwandel scheint nur okay zu sein, wenn er vom Kapital selbst vorangetrieben wird. Anderenfalls muss er energisch bekämpft werden. > Weiterlesen

„Blog und twittern gehören irgendwie zu mir.“

“Mit Arsch in der Hose in den Bundestag” war auf ihren Plakaten im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg zu lesen. Über die Berliner Landesliste der LINKEN zog Halina Wawzyniak, bloggende Juristin und twitternde Parteivize, überraschend in das Parlament ein. Wir stellen ihr Fragen zu Web 2.0 im Wahlkampf und den Herausforderungen für Bürger- und Freiheitsrechte im Internet. > Weiterlesen

Kopfwäsche

Heribert Prantl wäscht in einem Essay - nicht beim Arbeitgeber SZ, sondern in den Blättern veröffentlicht - dem bürgerlichen Zeitungsjournalismus den Kopf. Mehr Haltung wird da gefordert – gegen Einfalt und Anpasserei, gegen Profitgier bei den Medienkonzernen, Investoren und Verlagen. Mehr Ideenreichtum und weniger Jammerei. Und keine Angst vor dem Internet, das er als demokratischen Faktor sieht. 

Hoffentlich haben die Damen und Herren Zeitungsmacher Zeit für die Lektüre.

Robert Kurz bereist das Paralleluniversum

Der Zusammenbruchstheoretiker Robert Kurz hat ein neues Vorhersagegebiet entdeckt. Im Neuen Deutschland unterzieht er Dotcom-Crash und Finanzcrash einem Remix. Heraus kommt: Auch das Internet (= technologisches Paralleluniversum) gehört irgendwie der „Epoche der Simulation“ an, die „ihrem schmählichen Ende entgegen“ geht. > Weiterlesen

Bundesregierung schummelt erneut beim Internetsperrgesetz

Unter dem Titel „Guttenberg ärgert von der Leyen“ gab gestern Heribert Prantl in der SZ eine völlige Fehlinterpretation eines Vorgangs zum besten: Demnach bediene sich Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg „subtiler Trickserei“, indem er das umstrittene Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet („Zugangserschwerungsgesetz“) zur Notifizierung an die EU-Kommission weiterleitete und nicht zur Ausfertigung an den Bundespräsidenten sandte. Prantl erkennt – leicht verklausuliert im Konjunktiv – darin „ein raffiniertes Vorgehen …, um den Gesetzgeber auszuhebeln“. > Weiterlesen

War die gestrige Tagesschau entbehrlich?

„Natürlich gab auch heute wieder die Weltlage soviel her, dass man ohne aufzufallen eine Viertelstunde Tagesschau achtbar füllen konnte. Aber wenn wir ehrlich sind, hätte man jedes, ja wirklich jedes unserer heutigen Themen > Weiterlesen