{"id":1485,"date":"2010-03-17T12:34:18","date_gmt":"2010-03-17T11:34:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=1485"},"modified":"2010-03-17T12:34:18","modified_gmt":"2010-03-17T11:34:18","slug":"elena-kein-auskunftsanspruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/elena-kein-auskunftsanspruch\/","title":{"rendered":"ELENA: Kein Auskunftsanspruch"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem 1. Januar 2010 werden im Rahmen des Gesetzes \u00fcber das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA Verfahrensgesetz) von den Arbeitgebern regelm\u00e4\u00dfig Arbeitnehmerdaten an die Zentrale Speicherstelle (ZSS) in W\u00fcrzburg \u00fcbermittelt. Gespeichert werden Fehlzeiten, Stundenl\u00f6hne, Urlaubstage <a href=\"https:\/\/petition.foebud.org\/FoeBuD\/informationen-zu-elena\" target=\"_blank\">u.v.m.<\/a>, so dass bereits jetzt von einer \u201eMega-Vorratsdatenspeicherung ohne Beispiel\u201c (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,683650,00.html\" target=\"_blank\">Spiegel Online<\/a>) die Rede ist. Nun weist\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2010\/03\/15\/kein-abruf-durch-die-abrufenden-stellen\/\" target=\"_blank\">law blog<\/a> auf eine weitere Eigent\u00fcmlichkeit hin: Nach den Vorstellungen der Deutschen Rentenversicherung Bund \u2013 dem Betreiber der ZSS \u2013 besteht f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bis 2012 kein Auskunftsanspruch.<!--more--><\/p>\n<p>Auf der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.das-elena-verfahren.de\/teilnehmer\" target=\"_blank\">ELENA-Website<\/a> hei\u00dft es, dass jeder <em>Teilnehmer<\/em> zwar einen Auskunftsanspruch nach <a href=\"http:\/\/bundesrecht.juris.de\/sgb_4\/__103.html\" target=\"_blank\">\u00a7 103 Abs. 4 SGB IV<\/a> besitze, dieser aber erst ab dem 1. Januar 2012 gew\u00e4hrt werde:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIm ELENA-Verfahren besteht ab 2010 f\u00fcr den Teilnehmer ein Anspruch auf Auskunft \u00fcber die zu seiner Person gespeicherten Daten. Eine Auskunft ist vor 2012 aber nicht realisierbar, da der Abruf durch die abrufenden Stellen erst ab 2012 m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Aus datenschutzrechtlichen Gr\u00fcnden ist eine \u00d6ffnung des Verfahrens gegen\u00fcber Dritten ohne die Zwischenschaltung einer pr\u00fcfenden abrufenden Stelle, also dem Vieraugenprinzip mit zwei Signaturkarten, nicht zu vertreten. Von daher wird es im \u00dcbergangszeitraum bis 1. Januar 2012 keine Auskunftsm\u00f6glichkeiten an die Teilnehmer geben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist eine sehr merkw\u00fcrdige, um nicht zu sagen verquere, Logik. Sie besagt, dass erst eine Nutzung der Daten (durch eine abrufende Stelle) vorgenommen werden muss, bevor f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ein Auskunftsanspruch eintritt. Vermeintliche technische Gr\u00fcnde vorzuschieben und von einem <em>Vieraugenprinzip<\/em> zu sprechen zeigt: Die <em>Teilnehmer<\/em> sind die ausgeschlossenen Dritten.<\/p>\n<div id=\"tweetbutton1485\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Felena-kein-auskunftsanspruch%2F&amp;text=ELENA%3A%20Kein%20Auskunftsanspruch&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Felena-kein-auskunftsanspruch%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 1. 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