{"id":1762,"date":"2010-05-07T10:59:09","date_gmt":"2010-05-07T09:59:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=1762"},"modified":"2010-09-15T19:57:11","modified_gmt":"2010-09-15T17:57:11","slug":"entwurf-zum-leistungsschutzrecht-geleakt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/entwurf-zum-leistungsschutzrecht-geleakt\/","title":{"rendered":"Entwurf zum Leistungsschutzrecht geleakt"},"content":{"rendered":"<p>iRights hat den Entwurf zum umstrittenen Leistungsschutzrecht f\u00fcr die Presse samt einer ersten <a href=\"http:\/\/www.irights.info\/index.php?id=880#\" target=\"_blank\">Analyse<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Das geleakte <a href=\"http:\/\/irights.info\/blog\/arbeit2.0\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Leistungsschutzrecht-Gewerkschaftssynopse.pdf\" target=\"_blank\">Dokument<\/a> stellt die Verhandlungspositionen von Zeitungsverlegern (BDZV und VDZ) und Gewerkschaften (DJV und ver.di) gegen\u00fcber. Es zeigt \u2013 wor\u00fcber schon l\u00e4nger spekuliert wurde \u2013, dass ver.di und\u00a0DJV ein Leistungsschutzrecht grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzen. Dies geschehe, so hei\u00dft es, im Interesse der gesamten Branche und zur Stabilisierung des Pressewesens.<!--more--><\/p>\n<p>Der Auswertung von iRights zufolge m\u00fcsste Google News seinen Dienst k\u00fcnftig bei einer Verwertungsgesellschaft gegen Entgelt lizenzieren. Nach den Pl\u00e4nen der Gewerkschaften k\u00e4me daf\u00fcr die VG Wort in Frage, nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der Verleger eine neu zu gr\u00fcndende Verwertungsgesellschaft Presse. Da der Entwurf keine Unterscheidung von News-Aggregatoren vornimmt, w\u00e4ren auch Suchmaschinen generell und Social-Media-Aggregatoren wie Rivva vom Lizenzierungszwang betroffen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich m\u00fcssten auch Unternehmen, deren Angestellte Internetzugang haben und auf Presseprodukte im Netz zugreifen k\u00f6nnen, zahlen. Selbiges w\u00fcrde offenbar f\u00fcr Beh\u00f6rden gelten. Ob die Nutzung des Internets zu beruflichen Zwecken generell Leistungschutzrecht-kostenpflichtig wird, ist noch umstritten. Die Gewerkschaften wollen Journalisten und Freiberufler, die aus beruflichen Gr\u00fcnden auf die von den Verlegern aus freien St\u00fccken kostenfrei ins Netz gestellten Angebote zugreifen, vom Lizenzierungszwang ausnehmen. Aus dem Entwurf schlie\u00dflich werde nicht ersichtlich, dass nicht-gewerbliche Blogger von einer Zahlungspflicht verschont w\u00fcrden. Auch sie m\u00fcssen eventuell Vertr\u00e4ge mit der Verwertungsgesellschaft schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie <a href=\"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/ver-di-die-uni-mei-kampagne-und-das-urheberrecht\/\" target=\"_self\">hier<\/a> schon prognostiziert, d\u00fcrfte insbesondere ver.di nun eine intensive Debatte \u00fcber Netzpolitik und das Urheberrecht im Digitalzeitalter bevorstehen.<\/p>\n<div id=\"tweetbutton1762\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fentwurf-zum-leistungsschutzrecht-geleakt%2F&amp;text=Entwurf%20zum%20Leistungsschutzrecht%20geleakt&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fentwurf-zum-leistungsschutzrecht-geleakt%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>iRights hat den Entwurf zum umstrittenen Leistungsschutzrecht f\u00fcr die Presse samt einer ersten Analyse ver\u00f6ffentlicht. Das geleakte Dokument stellt die Verhandlungspositionen von Zeitungsverlegern (BDZV und VDZ) und Gewerkschaften (DJV und ver.di) gegen\u00fcber. Es zeigt \u2013 wor\u00fcber schon l\u00e4nger spekuliert wurde \u2013, dass ver.di und\u00a0DJV ein Leistungsschutzrecht grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzen. Dies geschehe, so hei\u00dft es, im Interesse [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[72,68,66],"tags":[172,115,150,95,161,82,173,146],"class_list":["post-1762","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogs","category-presse","category-urheberrecht","tag-bdzv","tag-digitaler-kapitalismus","tag-djv","tag-google","tag-leistungsschutzrecht","tag-urheberecht","tag-vdz","tag-ver-di"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1762"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1762\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2414,"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1762\/revisions\/2414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}