{"id":1786,"date":"2010-05-13T11:35:55","date_gmt":"2010-05-13T10:35:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=1786"},"modified":"2010-07-16T18:50:35","modified_gmt":"2010-07-16T16:50:35","slug":"leistungsschutzrecht-als-extraprofit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/leistungsschutzrecht-als-extraprofit\/","title":{"rendered":"Leistungsschutzrecht als Extraprofit"},"content":{"rendered":"<p>Die Axel Springer AG und ihr Vorstandsvorsitzender Mathias D\u00f6pfner gelten als vehemente Verfechter des umstrittenen Leistungsschutzrecht f\u00fcr Presseverlage, \u00fcber dessen Ausgestaltung \u2013 wir <a href=\" http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/entwurf-zum-leistungsschutzrecht-geleakt\/\" target=\"_self\">berichteten<\/a> \u2013 Zeitungsverleger und Journalistengewerkschaften gegenw\u00e4rtig verhandeln. In ihrer <a href=\"http:\/\/irights.info\/blog\/arbeit2.0\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Leistungsschutzrecht-Gewerkschaftssynopse.pdf\" target=\"_blank\">Begr\u00fcndung<\/a> f\u00fcr eine grunds\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung des Leistungsschutzrecht hatten sich DJV und ver.di auf die schwierige wirtschaftliche Situation der Branche bezogen: Die negative Ertragsentwicklung habe strukturelle Ursachen, die Kostenlosmentalit\u00e4t im Netz verhindere, mit elektronischen Angeboten Einnahmen zu generieren, hie\u00df es. Nun hat Springer Zahlen f\u00fcr das erste Quartal 2010 vorgelegt.<!--more--><\/p>\n<p>Laut FAZ (Printfassung vom 12. Mai) stiegen die Vertriebserl\u00f6se des Konzerns in den ersten drei Monaten des Jahres um fast 4 Prozent auf 278,3 Mio. Euro, zogen die Werbeerl\u00f6se im selben Zeitraum um 12 Prozent auf 299 Mio. Euro an und kletterte der Konzernumsatz insgesamt um 7 Prozent auf 664 Mio. Euro. Vorstandsvorsitzender D\u00f6pfner wird von der Zeitung mit den Worten wiedergegeben: \u201eDie digitalen Medien bleiben der entscheidende Wachstumsmotor\u201c.<\/p>\n<p>Stefan Winterbauer hat sich auf <a href=\"http:\/\/meedia.de\/nc\/details-topstory\/article\/axel-springer-mit-rekord-quartal_100027913.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=62&amp;cHash=2edab8d789\" target=\"_blank\">Meedia<\/a> die Zahlen des Digitalgesch\u00e4fts von Springer n\u00e4her angeschaut und bilanziert:<\/p>\n<blockquote><p>Mit 160 Mio. Euro erbrachte die Digitalsparte im ersten Quartal den zweitgr\u00f6\u00dften Umsatzbeitrag im Konzern nach den heimischen Printmedien. Mit ber\u00fccksichtigt sind dabei die erstmaligen Konsolidierungen der Zuk\u00e4ufe Stepstone, Digital Window und Perfiliate. Aber auch die inhaltlich getriebenen Portale h\u00e4tten ihre Ums\u00e4tze um 8,4 Prozent steigern k\u00f6nnen. Die Erl\u00f6se auf Online-Werbung kletterten um \u00fcber 47 Prozent auf 113,5 Mio. Euro. Der operative Gewinn legte von knapp sieben auf \u00fcber 13 Mio. Euro zu. Springer verdient gutes Geld im Internet. Ganz ohne Leistungsschutz.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Leistungsschutzrecht f\u00fcr die Presse w\u00e4re folglich ein satter Extraprofit.<\/p>\n<div id=\"tweetbutton1786\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fleistungsschutzrecht-als-extraprofit%2F&amp;text=Leistungsschutzrecht%20als%20Extraprofit&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fleistungsschutzrecht-als-extraprofit%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Axel Springer AG und ihr Vorstandsvorsitzender Mathias D\u00f6pfner gelten als vehemente Verfechter des umstrittenen Leistungsschutzrecht f\u00fcr Presseverlage, \u00fcber dessen Ausgestaltung \u2013 wir berichteten \u2013 Zeitungsverleger und Journalistengewerkschaften gegenw\u00e4rtig verhandeln. 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