{"id":1820,"date":"2010-05-22T14:48:17","date_gmt":"2010-05-22T13:48:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=1820"},"modified":"2010-07-16T18:49:13","modified_gmt":"2010-07-16T16:49:13","slug":"presseverleger-was-will-er-uns-damit-sagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/presseverleger-was-will-er-uns-damit-sagen\/","title":{"rendered":"Presseverleger Neven DuMont jun.: Was will er uns damit sagen?"},"content":{"rendered":"<p>Konstantin Neven DuMont ist <a href=\"http:\/\/www.dumont.de\/dumont\/de\/100877\/unternehmen\/daten\" target=\"_blank\">Vorstand<\/a> der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und in Personalunion Herausgeber des K\u00f6lner Stadt-Anzeigers, der Mitteldeutschen Zeitung, der Frankfurter Rundschau sowie <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2010\/0519\/dieredaktion\/0258\/index.html\" target=\"_blank\">Publizistischer Beirat<\/a> der Berliner Zeitung. Alle vier Bl\u00e4tter geh\u00f6ren zum Konzern des Vaters, den er dereinst beerben wird. Alle vier Bl\u00e4tter praktizieren das sogenannte Syndication-Modell \u2013 den titel\u00fcbergreifenden systematischen Austausch von Texten.<\/p>\n<p>Vor einigen Tagen hat Neven DuMont jun. einen seiner gef\u00fcrchteten Beitr\u00e4ge zur Zukunft der Zeitung in seine Presseorgane setzen lassen. Im K\u00f6lner Stadt-Anzeiger firmiert dieser unter dem Titel\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1273823323780.shtml\" target=\"_blank\">\u201eDie Medienlandschaft wird umgepfl\u00fcgt\u201c<\/a>, in der Mitteldeutschen Zeitung unter <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1274161296927&amp;calledPageId=987490165154\" target=\"_blank\">\u201eMedienlandschaft ger\u00e4t aus den Fugen\u201c<\/a>, in der Frankfurter Rundschau unter <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien\/2659926_Zukunft-der-Zeitung-Die-Medien-geraten-aus-den-Fugen.html\" target=\"_blank\">\u201eDie Medien geraten aus den Fugen\u201c<\/a> und in der Berliner Zeitung unter <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2010\/0519\/redaktionverlag\/0073\/index.html\" target=\"_blank\">\u201eDie Digitalisierung ver\u00e4ndert die Welt\u201c<\/a>. Die Texte \u2013 jeweils mit Datum 18.05.2010 \u2013 sind identisch, der Inhalt wirr.<!--more--><\/p>\n<p>Gegei\u00dfelt wird das Internet als Hilfsmittel in Diktaturen und in Demokratien als verantwortlich f\u00fcr die Aushebelung des Jugendschutzes, Politikverdrossenheit und Demokratieverfall. In Deutschland seien die Verleger im Zangengriff von Digitalisierung und \u00f6ffentlich-rechtlichem Rundfunk gezwungen, aufgrund sinkender Erl\u00f6se die Redaktionsetats zu k\u00fcrzen. Die Bloggerszene meine, dadurch gehe nichts verloren. Die Politik interessiere sich nicht f\u00fcr die Probleme der Zeitungen und baue statt dessen auf den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Demokratief\u00f6rderung aber sehe anders aus. Die \u201eoffene Frage\u201c, wie wir unsere Demokratie in Zukunft ausgestalteten, ginge uns alle an.<\/p>\n<p>Was will uns der Verleger damit sagen? Klar: Der Staat muss die alten Medien f\u00f6rdern. Und wie? Das steht dort nicht, ist aber einem Interview Neven DuMonts jun. mit der Zeitschrift promedia 12\/2009 (via <a href=\"http:\/\/www.goldmedia.com\/blog\/2009\/12\/%E2%80%9Efrankfurter-rundschau%E2%80%9C-startet-pilotprojekt-mit-sony-und-libri-fur-ereader\/\" target=\"_blank\">Goldmedia Blog<\/a>) zu entnehmen:<\/p>\n<blockquote><p>Im Internet gibt es unz\u00e4hlige Beispiele, wie Zeitungsartikel genutzt werden, um die eigene Webseite attraktiver zu machen, Reichweite zu gewinnen oder den Abverkauf von Produkten zu verbessern. Die Nutzung von Zeitungsinhalten erfolgt aber sehr h\u00e4ufig, ohne dass Verlage dazu das Recht erteilt haben und ohne, dass Verlage an den Gewinnen beteiligt werden. Die redaktionellen Leistungen der Verlage erfordern einen hohen finanziellen Aufwand, den sich andere sparen wollen. Aber f\u00fcr die Nutzung der Verlagsleistungen muss es einen sachgerechten Ausgleich geben. Und um diesen durchzusetzen, bedarf es des Leistungsschutzrechts.<\/p><\/blockquote>\n<p>Alles klar? Wenn das keine Grundlage f\u00fcr Pressefreiheit und Meinungsvielfalt ist, die der Staat zu sch\u00fctzen und zu f\u00f6rdern hat \u2013 und die Neven DuMont mit identischen Inhalten unter differierenden Titeln bespielt.<\/p>\n<div id=\"tweetbutton1820\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fpresseverleger-was-will-er-uns-damit-sagen%2F&amp;text=Presseverleger%20Neven%20DuMont%20jun.%3A%20Was%20will%20er%20uns%20damit%20sagen%3F&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fpresseverleger-was-will-er-uns-damit-sagen%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konstantin Neven DuMont ist Vorstand der Mediengruppe M. 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