{"id":3724,"date":"2011-08-03T11:07:40","date_gmt":"2011-08-03T10:07:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=3724"},"modified":"2011-08-03T11:07:41","modified_gmt":"2011-08-03T10:07:41","slug":"unveroffentlichte-gfk-studie-widerlegt-das-feindbild-filmpirat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/unveroffentlichte-gfk-studie-widerlegt-das-feindbild-filmpirat\/","title":{"rendered":"Unver\u00f6ffentlichte GfK-Studie widerlegt das Feindbild Filmpirat"},"content":{"rendered":"<p>Die Gesellschaft f\u00fcr Konsumforschung (GfK) erzielte 2010 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, zumeist mit teuren Marktanalysen im Auftrag der Industrie, ihrer Verb\u00e4nde oder gro\u00dfer Medienanstalten. Oft geht es darin um Medien und deren Nutzung. Eine k\u00fcrzlich bekannt gewordene GfK-Studie untersuchte das Konsumverhalten der User von illegalen Video-on-demand-Seiten (wie z.B.die vor kurzem vom Netz genommene kino.to). Das Ergebnis: solche User gehen h\u00e4ufiger ins Kino, kaufen teurere Karten sowie mehr DVDs und lassen insgesamt viel mehr Geld bei der Filmbranche als der Durchschnitt, berichtet R\u00fcdiger Suchsland in der Berliner Zeitung. Zudem werde deutlich, dass die Leute derartige Seiten keineswegs nur als Kinoersatz nutzen, sondern umgekehrt als zus\u00e4tzlichen Anreger. Junge Leute w\u00fcrden sich die ersten Minuten mehrerer Filme im Netz anschauen, um dann zu entscheiden, was sie im Kino sehen. Auch j\u00fcngere Filmfans w\u00fcrden \u201edas Kinoerlebnis zu sch\u00e4tzen wissen und den Computer nicht f\u00fcr einen Ersatz f\u00fcr die gro\u00dfe Leinwand halten.\u201c<\/p>\n<p><!--more-->Dies seien doch gute Nachrichten, so Suchsland. \u201eDoch offenkundig wird die Studie dadurch brisant, dass sie dem gerade in der deutschen Urheberrechtsdebatte beliebten Klischee widerspricht, wonach gierige Web-User mit Umsonst-Mentalit\u00e4t den Verleihern, Kinobetreibern und DVD-H\u00e4ndlern Millionensch\u00e4den bescheren.\u201c Und so w\u00fcrde die Studie seit Fertigstellung unter Verschluss gehalten wird, denn die \u201eGfK ist ein treuer Diener ihrer Auftraggeber.\u201c Die Studie macht noch einmal deutlich, \u201edass sich die Filmindustrie konzeptionell immer noch nicht auf der H\u00f6he der Zeit bewegt. T\u00e4te sie das, w\u00fcrde sie erkennen, dass es heute viel weniger um Eigentumsrechte geht &#8211; die man aus Eigeninteresse l\u00e4ngst preisgegeben hat &#8211; , als um Zugangsrechte, die man schneller bereitstellen muss. Daf\u00fcr gibt es l\u00e4ngst Mittel und Wege.\u201c Und bei Telepolis schlussfolgert R\u00fcdiger Suchsland: \u201eJeder, der das Konsumverhalten von Menschen kennt, die die attackierten Download-Seiten nutzen, wei\u00df, dass diese keineswegs wenige Kinofilme sehen oder gar &#8222;nie ins Kino&#8220; gingen. Das Vorgehen gegen &#8222;kino.to&#8220; hat daher auch nicht zuletzt mit dem Ausschalten der Konkurrenz zu tun, bastelt man doch bereits in der Branche selbst l\u00e4ngst an File-Share- und Video-on-Demand-Modellen.\u201c<\/p>\n<div id=\"tweetbutton3724\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Funveroffentlichte-gfk-studie-widerlegt-das-feindbild-filmpirat%2F&amp;text=Unver%C3%B6ffentlichte%20GfK-Studie%20widerlegt%20das%20Feindbild%20Filmpirat&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Funveroffentlichte-gfk-studie-widerlegt-das-feindbild-filmpirat%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesellschaft f\u00fcr Konsumforschung (GfK) erzielte 2010 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, zumeist mit teuren Marktanalysen im Auftrag der Industrie, ihrer Verb\u00e4nde oder gro\u00dfer Medienanstalten. 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