{"id":478,"date":"2009-08-28T16:51:45","date_gmt":"2009-08-28T14:51:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=478"},"modified":"2009-08-28T21:44:31","modified_gmt":"2009-08-28T19:44:31","slug":"technische-vorgaben-zu-websperren-sollen-geheim-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/technische-vorgaben-zu-websperren-sollen-geheim-bleiben\/","title":{"rendered":"Technische Vorgaben zu Websperren sollen geheim bleiben"},"content":{"rendered":"<p>Wie heise online heute <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Umsetzungsvorgaben-fuer-Web-Sperren-sollen-geheim-bleiben--\/meldung\/144456\">berichtet<\/a>, soll offenbar die technische Umsetzungsrichtlinie f\u00fcr das &#8222;Gesetz zur Bek\u00e4mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8220; geheim bleiben. Laut dem Artikel wird zumindest der von der <a title=\"Homepage der Bundesnetzagentur\" href=\"http:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/\">Bundesnetzagentur<\/a> erarbeitete Richtlinienentwurf im aktuellen Amtsblatt 16\/2009 (welches leider nicht frei zug\u00e4nglich ist)\u00a0als &#8222;nur f\u00fcr den Dienstgebrauch verwendbare Geheimakte&#8220; bezeichnet. Der Entwurf selbst ist f\u00fcr die Kommentierung durch die betroffenen Provider vorgesehen, also noch nicht endg\u00fcltig.<!--more--><\/p>\n<p>Dennoch kann man sich fragen, was f\u00fcr einen Sinn diese Geheimhaltung haben soll. Wird das Konzept <a title=\"Wikipediaartikel zum Thema\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Security_through_obscurity\">&#8222;security by obscurity&#8220;<\/a> verfolgt? Also der Versuch die Nichtumgehbarkeit der Sperren durch die Geheimhaltung ihrer genauen Funktionsweise zu gew\u00e4hrleisten. Ein Konzept \u00fcbrigens, das in der Vergangenheit schon des \u00f6ftern seine Wirklungslosigkeit illustriert hat.\u00a0Oder wird nun doch auf ein anderes Sperrverfahren gesetzt und nicht mehr auf die leicht umgehbaren DNS-Sperren? Es k\u00f6nnte auch sein, dass die Bundesnetzagentur Angst hat, dass sie durch Offenlegung des Entwurfs die M\u00f6glichkeit zur Manipulation der Sperrliste er\u00f6ffnen k\u00f6nnte &#8211; etwa durch Angriffe auf die \u00dcbertragungswege der Sperrliste vom BKA zu den Providern.<\/p>\n<p>Die m\u00f6glichen Beweggr\u00fcnde sind vielf\u00e4ltig, einen Gefallen d\u00fcrfte sich die Agentur allerdings so oder so nicht gemacht haben. Denn Transparenz sieht anders aus und im Zeitalter von Wikileaks und Co. d\u00fcrfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die genaue technische Umsetzung der Netzsperren trotz aller Geheimhaltsungsvorschriften an die \u00d6ffentlichkeit gelangt.<\/p>\n<div id=\"tweetbutton478\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Ftechnische-vorgaben-zu-websperren-sollen-geheim-bleiben%2F&amp;text=Technische%20Vorgaben%20zu%20Websperren%20sollen%20geheim%20bleiben&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Ftechnische-vorgaben-zu-websperren-sollen-geheim-bleiben%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie heise online heute berichtet, soll offenbar die technische Umsetzungsrichtlinie f\u00fcr das &#8222;Gesetz zur Bek\u00e4mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8220; geheim bleiben. 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