{"id":4888,"date":"2012-04-19T17:59:23","date_gmt":"2012-04-19T16:59:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=4888"},"modified":"2012-04-19T17:59:23","modified_gmt":"2012-04-19T16:59:23","slug":"die-logik-der-deutschen-musikindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/die-logik-der-deutschen-musikindustrie\/","title":{"rendered":"Die Logik der deutschen Musikindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Musikindustrie stellte heute seine <a href=\"http:\/\/www.musikindustrie.de\/aktuell_einzel\/back\/84\/news\/digitale-musikverkaeufe-legen-zweistellig-zu\/\">Zahlen f\u00fcr 2011 <\/a>vor.\u00a0Leicht gewachsen ist die Branche im vergangenen Jahr. Die CD-Verk\u00e4ufe zeigten sich stabil. Im digitalen Bereich jedoch legte der Absatz um satte 21,2 Prozent auf 247 Millionen Euro zu. Die Branche k\u00f6nnte mit ihrer Entwicklung zufrieden sein, arbeitet sie doch offensichtlich immer erfolgreicher\u00a0daran, im digitalen Zeitalter anzukommen und den Strukturwandel zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Die Logik von Verbandschef Gorny ist nat\u00fcrlich eine andere: <!--more--><\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Dennoch sind wir von einer echten Trendwende immer noch weit entfernt, solange die legalen Musikangebote weiterhin mit den massenhaften illegalen Umsonstangeboten im Netz konkurrieren m\u00fcssen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Realit\u00e4t sieht eben anders aus. Die Downloads sinken seit jahren und haben auch kaum Einfluss auf die CD-Verk\u00e4ufe, wie <a href=\"http:\/\/www.reaktanz.de\/blog\/?e=110\">hier<\/a> \u00fcberzeugend dargelegt wird.\u00a0Offensichtlich kaufen immer mehr Leute Musik im Netz statt\u00a0illegal zu laden. Aber Jammern und Tatsachen verdrehen geh\u00f6rt wohl zum Kaufmannshandwerk. In der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Umsatz-nach-15-Jahren-wieder-gestiegen\/!91790\/\" target=\"_blank\">taz<\/a> dazu:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDas Urheberrecht ist und bleibt ein zentraler Baustein, um das Ganze in Gang zu halten\u201c, sagte der Verbandsvorsitzende Dieter Gorny. Er begr\u00fc\u00dfte, \u201edass die Debatte \u00fcber das Urheberrecht mit voller Wucht in der Gesellschaft angekommen ist\u201c \u2013 kritisierte aber zugleich, dass diese \u201eemotionalisiert und zugespitzt\u201c gef\u00fchrt werde. <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>An dieser Zuspitzung ist wohl vor allem die Medienindustrie selbst schuld, die immer wieder Versch\u00e4rfungen des Urheberrechts und seiner Durchsetzung\u00a0fordert. Gorny\u00a0<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Umsatz-nach-15-Jahren-wieder-gestiegen\/!91790\/\">beschwerte<\/a> sich\u00a0zudem, dass\u00a0die Politik zu wenig \u00fcber die <a href=\"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/bundesregierung-veroffentlicht-warnhinweis-studie\/\" target=\"_blank\">Warnhinweisstudie des\u00a0Wirtschaftsministers <\/a>diskutiere.<\/p>\n<p>Man\u00a0f\u00fchlt sich zudem allein gelassen. Es sei\u00a0\u201e&#8220;nicht mehr ertr\u00e4glich, wie sich die Politik aus diesem Prozess wegduckt.\u201c Damit kann er allerdings nur\u00a0die Koalition meinen, denn in der Opposition kann von Wegducken nicht die Rede sein &#8211;\u00a0 <a href=\"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/linke-antwortet-auf-den-brief-der-tatort-autoren-zum-urheberrecht\/\" target=\"_blank\">auch nicht bei Gegenwind<\/a>.<\/p>\n<p>Aber vielleicht hat Herr Gorny und sein Verband einfach eine ganz besondere Logik im Umgang mit dem Digitalen und passenden Gesch\u00e4ftsmodellen: im <a href=\"http:\/\/www.musikindustrie.de\/publikationen0\/\" target=\"_blank\">Publikationsbereich der Verbandshomepage\u00a0<\/a>kann man \u00a0etwa die Jahrb\u00fccher der Musikindustrie bestellen (nat\u00fcrlich nur gegen Vorkasse). Das gedruckte Exemplar kostet 29,90 &#8211; f\u00fcr den pdf-Download legt man volle 39,90 Euro hin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"tweetbutton4888\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fdie-logik-der-deutschen-musikindustrie%2F&amp;text=Die%20Logik%20der%20deutschen%20Musikindustrie&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fdie-logik-der-deutschen-musikindustrie%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Musikindustrie stellte heute seine Zahlen f\u00fcr 2011 vor.\u00a0Leicht gewachsen ist die Branche im vergangenen Jahr. 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