{"id":5667,"date":"2012-10-17T14:04:20","date_gmt":"2012-10-17T13:04:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/?p=5667"},"modified":"2012-12-04T09:38:04","modified_gmt":"2012-12-04T08:38:04","slug":"gema-und-co-reformieren-linke-prasentiert-vorschlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/gema-und-co-reformieren-linke-prasentiert-vorschlage\/","title":{"rendered":"GEMA und Co. reformieren &#8211; LINKE pr\u00e4sentiert Vorschl\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p>Nicht erst seit dem Streit zwischen Clubs, Diskotheken und Kneipen mit der GEMA um die Tarife f\u00fcr die Musiknutzung bei Veranstaltungen sind Verwertungsgesellschaften in der Kritik. Bereits 2007 hat zum Beispiel\u00a0 die damalige Enquetekommission &#8222;Kultur&#8220; des Bundestages massiv die <a href=\"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/die-gema-und-das-dreiklassenwahlrecht\/\">mangelnde Binnendemokratie<\/a> in den Verwertungsgesellschaften kritisiert.<\/p>\n<p>Auch der Streit zwischen GEMA und Youtube (bei dem nicht so ganz klar ist, welche Streitpartei wie zockt) ist in diesem Land nun seit l\u00e4ngerem verf\u00fcgbar. Die GEMA-Vermutung, die es den Verwertungsgesellschaften erlaubt, \u00fcberall da die Hand aufzuhalten, wo nicht l\u00fcckenlos und f\u00fcr jeden Einzelfall nachgewiesen wird, dass gemeinfreie oder unter Creative Commons (cc) lizensierte Werke genutzt werden, sorgt ebenfalls immer wieder f\u00fcr \u00c4rger. Die Piraten haben derzeit gar eine Petition gestartet, die die Abschaffung der GEMA-Vermutung fordert.<\/p>\n<p>Weiter gibt es immer wieder <a href=\"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/verwertungsgesellschaften-ignorieren-eugh-urteil\/\">Auseinandersetzungen<\/a> um die Aussch\u00fcttung der Einnahmen, um die H\u00f6he der Verwaltungstrukturen und so weiter und so fort.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist die Lizensierung der Nutzung urheberrechtlich gesch\u00fctzter Werke ein derart aufw\u00e4ndiges und kompliziertes Gesch\u00e4ft, das Verwertungsgesellschaften f\u00fcr die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich gesch\u00fctzter Werke in (Massen-)Medien unverzichtbar sind.<!--more--><\/p>\n<p>Wer also das Urheberrecht nicht komplett abschaffen will und das Rechtemanagement f\u00fcr kreative Werke f\u00fcr die kommerziellen NutzerInnen und Nutzerinnen sowie die einzelnen Kreativen einigerma\u00dfen gemanagt bekommen will, wird auf Verwertungsgesellschaften nicht verzichten wollen. Im Gegenteil, aus der Creative Commons-Bewegung heraus wird derzeit am Aufbau einer <a href=\"http:\/\/c-3-s.de\/\">eigenen Verwertungsgesellschaft<\/a> gearbeitet.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die massive Kritik an Verwertungsgesellschaften und ihre grunds\u00e4tzlich wichtige Bedeutung hat die LINKE im Bundestag nun Reformvorschl\u00e4ge vorgelegt.<\/p>\n<p>Dabei geht es um demokratische Strukturen und Kontrolle, Minderheitenrechte, Transparenz nach au\u00dfen, f\u00fcr alle Beteiligten faire Verhandlungswege zur Tarif-Festsetzung, nachvollziehbare Aussch\u00fcttungen an diejenigen, die wirklich wahrnehmungsbrechtigt sind sowie die M\u00f6glichkeit, Werke auch frei(er) zu lizensieren.<\/p>\n<p>Den kompletten Antrag dokumentieren wir <a href=\"http:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/uploads\/LINKE-AN-Verwertungsgesellschaften-GEMA_final.pdf\">hier<\/a> (PDF).<\/p>\n<p>Auch zur GEMA-Vermutung nimmt die LINKE Stellung. Entgegen dem <a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/petitionen\/_2012\/_08\/_28\/Petition_35441.$$$.a.u.html\">Petitionstext<\/a> der Piraten hat diese auch heute noch in diversen Sparten ihre Berechtigung aufgrund ihrer schieren Praktikabilit\u00e4t. Dort wo ausschlie\u00dflich urheberrechtlich gesch\u00fctzte Musik mit kommerzieller Absicht gespielt wird, erleichtert sie VeranstalterInnen und UrheberInnen die Abrechnung der Nutzungsgeb\u00fchren.<\/p>\n<p>Allerdings: Die Bereiche, in denen freie, cc-lizensierte oder improvisierte Werke zur Auff\u00fchrung kommen, wachsen immer mehr. Dies ist beispielsweise f\u00fcr elektronische Musik oder bestimmte Jazz-Sparten der Fall. Deshalb fordert die LINKE, dass die GEMA-Vermutung auf den Pr\u00fcfstand muss. Dort wo statistisch gesehen f\u00fcnf Prozent oder mehr Werke genutzt werden, die nicht in den Wahrnehumgsbereich der Verwertungsgesellschaften fallen, soll die GEMA-Vermutung abgeschafft werden.<\/p>\n<div id=\"tweetbutton5667\" class=\"tw_button\" style=\"float:right;margin-left:10px;\"><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fgema-und-co-reformieren-linke-prasentiert-vorschlage%2F&amp;text=GEMA%20und%20Co.%20reformieren%20%26%238211%3B%20LINKE%20pr%C3%A4sentiert%20Vorschl%C3%A4ge&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=https%3A%2F%2Fblog.die-linke.de%2Fdigitalelinke%2Fgema-und-co-reformieren-linke-prasentiert-vorschlage%2F\" class=\"twitter-share-button\"  style=\"width:55px;height:22px;background:transparent url('https:\/\/blog.die-linke.de\/digitalelinke\/wp-content\/plugins\/wp-tweet-button\/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;\">Tweet<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht erst seit dem Streit zwischen Clubs, Diskotheken und Kneipen mit der GEMA um die Tarife f\u00fcr die Musiknutzung bei Veranstaltungen sind Verwertungsgesellschaften in der Kritik. 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