Dass die zu errichtende Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) möglicherweise an klammen Länderhaushalten scheitert, haben wir bereits berichtet. Die Zusammenfassung der Anforderungsanalyse (pdf), erstellt durch das federführende Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) der Fraunhofer Gesellschaft, zeigt nun deutlicher, wohin die Reise mit dem Konkurrenzprojekt zur GoogleBookSearch gehen soll. Diese wurde letzte Woche auf einer Expertentagung diskutiert. > Weiterlesen
Jürgen Altwegg, der bereits 1996 Paul Virilio zum Cyberfaschismus befragte, analysiert in der FAZ die aktuelle Debatte um das Internet in Frankreich. Grundthese: Auch die linken Intellektuellen hätten sich auf die Seite der Regierung geschlagen und befürworteten HADOPI, Urheberrechtsverschärfungen und Google-Steuer. > Weiterlesen
Bild: „Old Factory“ von Tomy – www.augensound.de (CC-BY-NC-ND)
Auf boersenblatt.net – dem „Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel“ – hat Michael Roesler-Graichen einen für das dort angesprochene Klientel ungewöhnlichen Essay zum Urheberecht im Digitalzeitalter veröffentlicht. Unter dem Titel „Urheberrecht: Kein Denkmalschutz“ wird dem deutschen Buchhandel zur Flucht nach vorn geraten: Dem digitalen Dilemma und einer vorherrschenden Kostenlosmentalität im Netz sei durch neue Geschäftsmodelle zu entkommen, mit einem elitären Rückzug auf die Verhältnisse der Vor-Internet-Welt nichts zu gewinnen. > Weiterlesen
Während Hendrik Werner in der WELT feststellt, dass Deutschland bei der Digitalisierung des Kulturerbes hinterherhinkt, hat die LINKE Bundestagsfraktion mal nachgefragt, ob das so bleiben soll. In der Antwort auf die Kleine Anfrage „Einrichtung der Deutschen Digitalen Bibliothek“ stellt die Bundesregierung klar, > Weiterlesen
Die neue Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Bundestag, Monika Grütters (CDU), hat sich in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift promedia (1/2010) zu zentralen Aufgaben der Kulturpolitik in dieser Legislaturperiode geäußert. Im Vordergrund der Ausschussarbeit wird demnach die Wahrung des Urheberrechts im Netz stehen. Nach Vorstellungen der CDU-Kulturpolitikerin soll die Privatkopie auf 10 Kopien für den engeren Familienkreis und den Privatgebrauch beschränkt werden, Verstöße dagegen gleichsam mit wirksamen Sanktionsmechanismen geahndet werden: > Weiterlesen
… hat eine Studie des Deutschen Kulturrats ergeben. Der WDR hat die Studie „Der WDR als Kulturakteur“ in Köln vorgestellt. Der WDR hat diese Studie auch bezahlt. So entsteht der erste Eindruck, dass es sich um ein Gefälligkeitsgutachten handeln könnte. > Weiterlesen
Jeanette Hofmann, Wissenschaftlerin am WZB, derzeit jedoch in London beheimatet, bewertet in einem Interview mit ZEITonline den neuen Kompromiss zum GoogleBookSettlement(GBS) und fordert ein „Google-Gesetz“, eine Regelung die sicherstellt,
„dass alle Wissensanbieter die gleichen Rahmenbedingungen erhalten und dass die Interessen der Leser bei der Digitalisierung berücksichtigt werden.“ > Weiterlesen
…könnte man zumindest bei der Analyse der Einzelheiten der neuen Vergütungsvereinbarung für die Europeana denken. Ilja Braun , Journalist und Autor u.a. bei iRights.info, hatte ausgerechnet im Springerblatt WELT die Möglichkeit, ein bisschen Druck aus dem Kessel der Debatte um vermeintliche Enteignung von Verlagen und Autorinnen und Autoren zu nehmen. Die erste Überschrift „Fröhlicher Sozialismus“ musste allerdings für die zweite Onlineveröffentlichung des Textes einem Anti-Google-Spruch weichen… > Weiterlesen
Auf eine Diskussion sei an dieser Stelle besonders hingewiesen: In einem „Streit am Abend“ widmet sich die Konferenz den prekären Kulturschaffenden im digitalen Leben. Zu der Frage „Zwischen den digitalen Fronten – mehr Geld, mehr Freiheit oder alles für alle?“ diskutieren Benni Bärmann (keimform.de), Wolfgang Schimmel (ver.di) und Matthias Spielkamp (irights.info) am Freitag Abend (13. November 2009).
Darüber hinaus werden die Fragen des neuen Prekariats der Kreativen, Solidarität vs. Konkurrenz oder auch die Rolle Kulturschaffender in Metropolen diskutiert.
Und natürlich gibt es auch ganz viel Kreatives: Creative Spaces mit Performances und Lesungen sowie Konzerte und DJs.
Archive.org, den meisten bisher wohl vor allem als Archiv für Videos bekannt, hat eine ehrgeizige Strategie zum Verleihen, Verkaufen und Sammeln von E-Books entwickelt. Damit erweitert archive.org sein bisher schon bestehendes Angebot der open library. Wie SPON meldet, setzt Mastermind Kahle dabei auf die Zusammenarbeit mit den Verlagen. Es handelt sich bei dem Bookserver im Gegensatz zu Kaufhäusern wie Amazon um eine offene und dynamische Plattform: neben kommerziellen Angeboten soll es auch die Möglichkeiten des Scannens und des Verleihs von Werken ohne Urheberschutz oder aus Bibliotheken geben. > Weiterlesen