DIGITALE LINKE
— Politik in der digitalen Welt! —

Posts mit dem Tag ‘Digitaler Kapitalismus’

Neuer Klassenkampf?

Jürgen Altwegg, der bereits 1996 Paul Virilio zum Cyberfaschismus befragte, analysiert in der FAZ die aktuelle Debatte um das Internet in Frankreich. Grundthese: Auch die linken Intellektuellen hätten sich auf die Seite der Regierung geschlagen und befürworteten HADOPI, Urheberrechtsverschärfungen und Google-Steuer. > Weiterlesen

Einstürzende Altbauten: Zur Urheberrechtsdebatte im deutschen Buchhandel

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Bild: „Old Factory“ von Tomy – www.augensound.de (CC-BY-NC-ND)

Auf boersenblatt.net – dem „Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel“ – hat Michael Roesler-Graichen einen für das dort angesprochene Klientel ungewöhnlichen Essay zum Urheberecht im Digitalzeitalter veröffentlicht. Unter dem Titel „Urheberrecht: Kein Denkmalschutz“ wird dem deutschen Buchhandel zur Flucht nach vorn geraten: Dem digitalen Dilemma und einer vorherrschenden Kostenlosmentalität im Netz sei durch neue Geschäftsmodelle zu entkommen, mit einem elitären Rückzug auf die Verhältnisse der Vor-Internet-Welt nichts zu gewinnen. > Weiterlesen

Digitale Menschenprofile

Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs, beschreibt heute in der FAZ, wie Maschinen das Denken übernehmen: „Der Mensch wird zum Datensatz“. Seiner Analyse nach ist zu erwarten, dass bislang noch getrennt geführte Datenquellen – auf verschiedenen Computern, bei Behörden, bei Firmen – zur Erstellung digitaler Menschenprofile zusammengeführt werden. > Weiterlesen

Springerchef gegen „Webkommunisten“

Mathias Döpfner, Chef des Medienkonzerns Springer, beschimpft seine LeserInnen. Vorstellungen von kostenlosen Inhalten seien „abstruse Phantasien spätideologisch verirrter Web-Kommunisten“. Nun ja. Strukturwandel scheint nur okay zu sein, wenn er vom Kapital selbst vorangetrieben wird. Anderenfalls muss er energisch bekämpft werden. > Weiterlesen

ACTA: Neues aus Hollywood

Dass Hollywood ein lebhaftes Interesse an verbindlichen Regelungen zu Immaterialgüterrechten im Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) zeigt, ist nichts Neues. Neu ist aber der Spin, mit dem die Forderung nach Ahndung von Urheberrechtsverletzungen im Internet vorgetragen wird. Das zeigt ein Brief von Dan Glickman, Chairman und Chief Executive Officer der Motion Picture Association of America, Inc. (MPAA) – der Interessenvertretung der US-amerikanischen Filmindustrie, genauer: der Interessenvertretung der sechs Filmstudios > Weiterlesen

Ein Google-Gesetz?

Jeanette Hofmann,  Wissenschaftlerin am WZB, derzeit jedoch in London beheimatet, bewertet  in einem Interview mit ZEITonline den neuen Kompromiss zum GoogleBookSettlement(GBS) und fordert ein „Google-Gesetz“, eine Regelung  die sicherstellt,

„dass alle Wissensanbieter die gleichen Rahmenbedingungen erhalten und dass die Interessen der Leser bei der Digitalisierung berücksichtigt werden.“ > Weiterlesen

Motivation für Leistungsschutzrechtsdebatte weiter unklar

Gestern diskutierten Christoph Keese von (Public Affairs-Manager bei Springer) mit Matthias Spielkamp (iRights.info) und Markus Beckedahl (Netzpolitik.org) am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) über die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Hier kann man sich die Aufzeichnung noch einmal ansehen.

Fazit: Die Debatte hat zwar ein wenig Licht in die Details, aber kaum Klarheit über die Motive gebracht, aus denen heraus diese Verlagskampagne bewegt wird. > Weiterlesen

Neues zu den ACTA-Geheimverhandlungen in Seoul

Michael Geist veröffentlichte vor einigen Tagen auf seinem Blog ein geleaktes Dokument der EU-Kommission. Es beinhaltet einen – von Beamten aus der Generaldirektion Handel erstellten – Bericht an die EU-Mitgliedsstaaten und informiert über die US-Disposition zu den  ACTA-Geheimverhandlungen in Seoul.

 Dem Bericht ist zu entnehmen, dass die Beamten am Rande von Gesprächen der EU–US International Property Rights (IPR) Working Group vom 22.–24. September in Washington von den US-amerikanischen Chefunterhändlern zu ACTA detailliert, mündlich (!) über die Verhandlungsposition für Seoul informiert wurden. Zentrales Thema war ein von US-Seite erstellter Textentwurf zum künftigen „Internet Chapter of ACTA“. > Weiterlesen

Vom analogen Free-TV zum digitalen Pay-TV

Es wird immer klarer: der Werbemarkt allein reicht nicht, um das klassische kommerzielle Fernsehen zu finanzieren. Und so suchen die Medienkonzerne für ihre Sender nach neuen Einnahmequellen. Erst letzte Woche erklärte der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat.1, neue Pay-Kanäle zu entwickeln. Im > Weiterlesen

Freie Software und die Linke

Am 10. Oktober 2009 gründete sich die AG Digitale Demokratie ganz offiziell – mit Satzung und so… Das hielt sie aber nicht ab, sich auch inhaltlich mit dem Thema Freier Software zu befassen, auch in Form kleiner, feiner Weiterbildung für die eigenen Mitglieder der AG, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten des digitalen Lebens befassen. > Weiterlesen