DIGITALE LINKE
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Archiv für die Kategorie ‘Rundfunk’

Gebührenmillionen für ein ZDF-Onlineangebot an der Grenze des Messbaren?

Der ZDF-Fernsehrat hat am letzten Freitag den Dreistufentest für die ZDF-Onlineangebote abgeschlossen. Ruprecht Polenz (CDU) teilte in einer Presseerklärung als Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates mit, dass die Gutachter zu dem Schluss gekommen seien, „dass sich die Telemedien von ZDF, 3sat und Phoenix nur in geringem bis sehr geringem Ausmaß auf die untersuchten Märkte auswirkten“. Weiter heißt es: „ Bei einem Marktaustritt der ZDF-Onlineangebote würden werbefinanzierte Anbieter lediglich in einem Umfang von 0,4 Prozent des Marktes profitieren. Bei den 3sat-Onlineangeboten wären es 0,1 Prozent, bei den Phoenix-Onlineangeboten 0,01 Prozent.“ > Weiterlesen

Wie das ZDF ein neues Buch seines Fernsehratsvorsitzenden platziert

Der ZDF-Fernsehrat tagte am letzten Freitag. Vorsitzender des Gremiums ist Ruprecht Polenz. Der CDU-Politiker war mal eine kurze Zeit (April bis November 2000) Generalsekretär unter Angela Merkel. Derzeit (seit 2005) ist er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages. Er ist seit 2002 Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates und auch Mitglied im Aufsichtsrat der Vermarktungstochter des ZDF, der ZDF Enterprises. Der ZDF-Fernsehrat bestätigte ihn am letzten Freitag für weitere zwei Jahre als Vorsitzenden des Gremiums. Der ZDF-Fernsehrat schloss auch die Dreistuftentests für die ZDF-Onlineangebote ab. > Weiterlesen

Tagesgagen von Schauspielern geringer als die von Katze, Hund und Kuh

Bei einer Polizeiserie (RTL 2) liegt die Tagesgage eines Schauspielers bei 350 Euro brutto, ein Hund bekommt – mit Betreuer – mindestens 350 Euro, eine Katze kostet 400 Euro. Wie die Berliner Zeitung heute berichtet, will der Vorstand des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) in Tarifverhandlungen mit der Produzentenallianz einen Sockelbeitrag einfordern: der „deutlich über jenen 450 Euro, die eine TV-Kuh pro Tag verdient“. > Weiterlesen

Markus Schächter: neues Rundfunkfinanzierungsmodell dient Erhalt der Gesamteinnahmen

ZDF-Intendant Markus Schächter erklärte gestern seinem Fernsehrat die Vorteile des neuen Finanzierungsmodells. Dabei verwies er darauf, dass das neue Modell ein “mutiger, aber auch notwendiger Schritt“ sei. Mit dem Modell könne die Finanzierung zukunftssicher gestaltet werden.

Nun, die Finanzierung war nach den Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes schon immer zukunftssicher. Schließlich gestand es ARD und ZDF schon immer eine Bestands- und Entwicklungsgarantie zu. Um dies zu garantieren, sollten die Anstalten ihren Bedarf bei der Kommission zur Ermittlung der Finanzen anmelden, diese sollte den Bedarf dann feststellen. Danach hatte die Politik nur einen engen Spielraum, von diesem Vorschlag abzuweichen. Damit war, ist und bleibt klar: ARD und ZDF bekommen sowohl ihren Bedarf wie auch einige ihrer Ideen finanziert. > Weiterlesen

Führte eine einfache Rechnung zum neuen Rundfunkgebührenmodell?

CARTA erklärt das „Wunder“ der Rundfunkbeitrag genannten  Haushaltsabgabe: Der von den Ministerpräsidenten beschlossene Modellwechsel sichert ARD, ZDF und Deutschlandradio Einnahmen von 7,3 Mrd. statt 6,5 Mrd. Euro im Jahr bis zum Jahre 2020 – und dies bei einem stabilen Beitragssatz von 17,98 Euro.

Keine Internet-Versorgungssicherheit: Deutschlandspiel beim ZDF bester Beweis

Bei der Tagesschau hatte es nicht geklappt. PC-Gebührengegner wollten nachweisen, dass eine hohe Internet-Nachfrage nach der Tagesschau die technischen Kapazitäten schnell ausreizen und die Server lahm legen würde. Geschafft haben sie es nicht. Doch nur einen Tag später sorgte die FIFA dafür. Das ZDF war mit dem 13.30-Spiel der deutschen Nationalmannschaft überfordert. Keine Chance. Der Live-Stream des ZDF fiel am Freitag über weite Teile des Deutschland-Spiels aus, wie meedia.de berichtet. Klar: viele wollten das spiel sehen und hofften auf den Live-Stream im Internet.

Der Grund: das große Interesse der Zuschauer war zu viel für die ZDF-Server. Der Sender teilt mit: „Die ZDF-Technik hatte vor dem Spiel alle Vorkehrungen getroffen und die Streaming-Kapazitäten extra noch einmal ausgebaut. Trotzdem sind während des Spiels Probleme aufgetreten.“ Dies zeigt: im Netz gibt es noch keine Versorgungssicherheit. Kann man dann überhaupt einen Rundfunkbeitrag verlangen?

Nordrhein-Westfalen mit Abstand deutscher Meister in der Fernsehproduktion

Man hält weiter die Spitzenposition für Fernsehproduktionen in Deutschland, so digitalfernsehen.de. Jede dritte Sendeminute wird in NRW gedreht. Auch im Jahre 2008, als die Werbekrise begann, habe NRW seine Führungsposition behaupten können. In dieser Zeit seien in Nordrhein-Westfalen ungefähr so viele Fernsehminuten (137 200) produziert worden wie in den drei nachfolgenden Ländern Bayern (54 600), Hamburg (44 600) und Berlin (40 100) zusammen.

In Sachsen werden 15.000 Minuten produziert,In NRW werden mehr als 40 Prozent aller Doku-Soaps und sogar 70% der Comedy-Sendungen gedreht, vermeldet die NRW-Landesregierung, die die Studie beim FORMATT-Institut in Auftrag gab.

Zur Studie hier.

GEZ-Gegner wollten mit Tagesschau-Nutzung Internet lahm legen

Das Internet ist kein Rundfunk. Das wollten Aktivisten von „GEZ Abschaffen“ gestern beweisen, indem sie alle gemeinsam die Tagesschau im Netz schauten.
Sie wollten also mit der Tagesschau das Netz und die ARD lahm legen. Ihre Rechnung: Da das deutsche Internet einen Durchsatz von 2 Terrabit je Sekunde bietet und Fernsehen im Internet 3 Megabit je Sekunde braucht, können maximal  666.667 Zuschauergeräte gleichzeitig im deutschen Internet fernsehen.

Netzneutralität light

Hubertus Gersdorf, Mitglied der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestages, hat auf Carta einen – so seine Formulierung – ersten Aufschlag zur Debatte über Netzneutralität vorgelegt. Er schlägt vor, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Regulierung des Rundfunks- und Telekommunikationsbereichs heranzuziehen, um das Rad nicht neu erfinden zu müssen, wenn es darum geht, eine notwendige Balance zwischen den legitimen Interessen der Netzbetreiber einerseits und den berechtigten Belangen der Nutzer sowie Dienstanbieter andererseits herzustellen. > Weiterlesen

ARD und ZDF mit 550 Mitarbeitern zur Fußball-WM, Spitzenverdiener unter den Moderatoren haben verlängerte Sommerpause

ARD und ZDF haben für über 120 Mio. Euro die TV-Rechte an der Fußball-WM gekauft. Dafür dürfen sie 55 der 64 Spiele zeigen. Neun laufen bei RTL. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt alle 64 Spiele live. 550 Mitarbeiter von ARD und ZDF sind in Südafrika. Das sind zehn mehr als in Vancouver zur Olympiade im Februar und zehn weniger als zur Winterolympiade 2006 in Turin. Sky kommt mit einer 70köpfigen Mannschaft aus, berichtet der Tagesspiegel. > Weiterlesen